

Schadenmanagement
Innerhalb des SVS steht die Begutachtung im Zentrum des Schadenmanagements. Hieraus ergibt sich ein ganz individueller Definitionsansatz, der sich deutlich von dem des Auftraggebers differenzieren lässt.
Die Begutachtung
Wie eingangs herausgestellt, beziehen sich sämtliche übrigen Teilbereiche des Schadenmanagements auf die Kerndienstleistung „Begutachtung“. Sie wird von diesen nicht nur geformt sondern auch inhaltlich bestimmt. Hauptbestandteile der eigentlichen Begutachtung sind zunächst Beweissicherung, Ursachenermittlung und Schadenbewertung. Standortuntersuchung und Risikoermittlung vervollständigen als fakultative Elemente den analytischen Teil. Hinzu kommen Kostenermittlung und Kostenprüfung, deren Ergebnisse insbesondere für den Versicherer wertvolle Instrumente im Bezug auf die Schadenregulierung darstellen. Beratende Sanierungsbegleitung sowie Umweltanalysen sind im weiteren Sinne ebenfalls zum Leistungsbereich „Begutachtung“ zu zählen.
Personnel Competence
Man mag uns die Verwendung diverser Anglizismen in diesem Abschnitt nachsehen, aber die deutsche Fachsprache hält leider keine synonymen Begriffe bereit. Personnel Competence steht für die Gesamtheit der erlernten Fähigkeiten und den durchschnittlichen sowie kumulierten Wissens- und Ausbildungsstand aller in einem Unternehmen beschäftigten Personen. Die Förderung und Nutzbarmachung dieser Ressource entscheidet letztendlich über den Erfolg eines Verbandess. Daher ist der SVS bei der Wahl seiner Sachverständigen "notgedrungen" sehr wählerisch und ist zudem permanent bestrebt, durch Schulungsveranstaltungen, Trainingsprogramme und Zertifizierungen das Kompetenzniveau nicht nur konstant zu halten sondern die Fähigkeiten eines jeden Einzelnen gezielt zu fördern und auszubauen.
Technologien
Nur der Einsatz moderner Informationstechnik und entsprechender Medien kann heute die Informationsflut noch beherrschbar machen. Der Verband ist als Erzeuger von Informationen in besonderem Maße von diesem Phänomen betroffen. Daher kommt ein sehr leistungsfähiges ERP-System mit integrierter Dokumentenverwaltung zur Anwendung, welches sämtliche Verbandsbereiche miteinander vernetzt.
Aber nicht nur softwaretechnisch befindet sich der Verband mit seinen Mitgliedern voll auf der Höhe der Zeit; so verfügt er u. a. über mehrere, mit modernster Messtechnik ausgestattete, stationäre und mobile Prüflaboratorien.
Customer Relationship Management (CRM)
Neutralität ist das oberste Gebot einer seriösen Begutachtung. Dennoch existieren auch für einen Sachverständigenverband durchaus Möglichkeiten, auf die Bedürfnisse der Auftraggeber einzugehen. Wir verfolgen eine gezielte Strategie der Kundenorientiertheit in allen Verbandsbereichen. Dies äußert sich bei der Gutachtenerstellung in einer inhaltlichen Konzentration auf eine konkrete Problemlösung (das Gutachten als Hilfestellung bei der Entscheidungsfindung), einer sachbezogenen, leicht verständlichen Ausdrucksweise und einem übersichtlichen, klar gegliederten formalen Aufbau. Auch die weiterführende informative Begleitung eines Schadenfalls verstehen wir als selbstverständlichen Bestandteil unserer Arbeit. Die gute Verfügbarkeit unserer Leistungen und die schnelle Ausführung sollten als weitere relevante Aspekte des CRMs nicht unerwähnt bleiben.
Qualitätsmanagement (QM)
Nicht selten verbirgt sich hinter dem Kürzel QM ein abstraktes, manchmal sogar fast imaginäres Gebilde, das sich hinter einer Mauer aus kryptischen Abkürzungen, missverständlichen Titeln und unnötigen Verklausulierungen verbirgt. Wie in allen anderen Geschäftsbereichen, so verfolgt der Verband auch im Qualitätsmanagement ein sehr praktisch angelegtes Konzept, das sich mit einem Schlagwort beschreiben lässt: Ergebnisorientiertheit! Um diesem Anspruch gerecht zu werden, setzt unser Verband konsequent festgelegte Prozessabläufe ein, die auf erprobten wissenschaftlichen Verfahren beruhen. Auf diese Weise wurde ein aktives Qualitätssicherungsverfahren implementiert, welches die Kontrollfunktionen in den eigentlichen Arbeitsprozess integriert. Vorsorge ist eben besser als Nachsorge.
Die heutige Geschwindigkeit bei der Entwicklung neuer Technologien überrollt selbst erfahrende Fachleute. Der Sachverständige ist neben den klassischen Vorgehensweisen unbedingt auf zusätzliche naturwissenschaftliche Untersuchungsmethoden angewiesen.
Der Anspruch auf die sachverständige Leistung steigt in hohem Maße an. Erfüllt werden kann dieser Anspruch nur durch die Unterstützung eines hochqualifizierten Verbandes.
Sachverständigentätigkeiten gehören unbedingt in die Hände öffentlicher Organisationen (IHK, HWK) oder eben ähnlicher Verbände bzw. Sachverständigengesellschaften. Die dortigen Anforderungen spiegeln das insgesamt hohe Niveau und die Neutralität des Sachverständigen wieder.
Sachverständige begutachten bzw. bewerten Sachverhalte bzw. Schäden und entscheiden schließlich über die ausführenden Organe (Handwerker, Sanierungsunternehmen). Gutachterliche Entscheidungen gehören durch ihre besondere Kontroll- und Überwachungsfunktion eben nicht in die Verantwortung des Handwerks- bzw. Sanierungsunternehmens.
Der Verband registriert mit Sorge, dass Sanierungsunternehmen in Deutschland tatsächlich gutachterliche Leistungen mit gleichlautender Bezeichnung wie "Gutachten, Sachverständigengutachten" durch Händler bzw. Handwerkernetze und eben nicht durch Sachverständige erstellt, anbieten.
Mit einer solchen Vorgehensweise werden Kontrollfunktion und Neutralität massiv in Frage gestellt.
Als besonders fragwürdig zu erachten ist die Tatsache, dass Weiterbildungsmaßnahmen ebenfalls direkt von dieser Seite zur Verfügung gestellt werden.
Gutachten gehören in die Hände des Sachverständigen und Sanierungen eben in die Hände des Sanierers bzw. Handwerkers. Der Sachverständige entscheidet über den Einsatz des Dienstanbieters. Der umgekehrte Weg ist nicht seriös und stellt sich selbst in Frage.
Logistik
Ein komplexes Arbeitsgebiet verlangt nach einer ausgeklügelten Logistiklösung, und in Ermangelung geeigneter Vorbilder war der Sachverständigenverband gezwungen, eigene Wege zu gehen. Es stellte sich heraus, dass ein dreigeteiltes System aus leitenden und freien Sachverständigen sowie flächendeckend verfügbaren Logistikanbietern zur Lösung der gestellten Aufgabe am ehesten geeignet war. Die Grundplanung ist jedoch zentral organisiert und delegiert lediglich vorbereitete Auftragspakete.


